2000 bis 2018 ... Volljährig!                  18 Jahre BecksBierBoys!

„Schnooke“ singen nun mal, wenn man das wohl bekannte und manchmal zu Überreaktionen und panischem Um-sich-schlagen führende SSSSSSSSSSSSSS einer sich im Anflug auf den eigenen Körper befindenden „Schnook“ als Gesang bezeichnen kann.

Mag sein, dass sich aus diesem Grund schon zu Beginn der karnevalistischen Aktivitäten der Roxheimer Narren eine Gesangsgruppe gebildet hat: Die „Singenden Altrhoischnooke“, so nannte und nennt sich der Roxheimer Carneval Verein von 1956 e.V. Über Jahrzehnte bis zum Tod ihres Gründers Werner Schmitt waren die „Singenden Altrhoischnooke“ das Aushängeschild des Vereins. Auch danach bestand die Gruppe mit verschiedenen Besetzungen weiter und hatte auch beachtliche Erfolge, u.a. wurde sogar eine Schallplatte heraus gebracht. Ende der 90er Jahre lösten sich die „Singenden Altrhoischnooke“ auf.

Das war im Jahr 2000 die Geburtsstunde der BecksBierBoys nach einer Idee von Kai Kempf, die diesen Namen in Anlehnung an die seinerzeit erfolgreiche Boygroup BackStreetBoys zu ihrem eigenen machten. Mit Harald Muly, Dirk Fellhauer, Boris Koschmieder und Thomas Ringel setzte man die Tradition fort, nämlich eigene Texte zu bekannten Songs und Hits bei den Prunksitzungen des RCV darzubringen. Im Gegensatz zu den mehr oder wenig heimatlichen Klängen der Vorgänger wurden die Songs nun aus den Charts entnommen und damit 

flotter und moderner. Zudem setzte man auch auf gesellschaftskritische Themen in Bobenheim-Roxheim und darüber hinaus. So wurde oft über Veränderungen im Ort selbst gesungen, z.B. den Wegfall der alten Trinkhalle oder den Maschendrahtzaun beim Tennisplatz. Auch waren die Gemeindeverwaltung und örtliche Behörden wie der Betriebshof Thema der Kompsitionen. Und natürlich Roxheim und die Pfalz. Krankenkassen-Beiträge und Benzinpreise, der geplante Hotelbau am Silbersee, die Verschmutzungen der Bahn-Unterführung, die Jahnhalle und der Fluglärm wurden ebenfalls besungen. Natürlich war Fussball im allgemeinen der FCK im besonderen dabei, ebenso wie das leidige Thema „Gewicht“. Harald Muly nahm nach 8 Jahren kreativer Mitarbeit seinen Abschied von den BecksBierBoys, und für seinen Einsatz während dieser Zeit gebührt ihm der Dank aller Mitwirkenden.

Was tun? Die 3 übrig gebliebenen überlegten: aufhören oder Verstärkung suchen und ohne Harald Muly mit neuen Leuten weitermachen? Man entschied sich für´s Weitermachen, und so wurden 2008 neu aufgenommen als BecksBierBoys Oliver Eichhorn und HaPe Mathias. So verstärkt und auch verändert startete man in die Saison. Mit Texten zu der Frauen-Fussball-WM, den Kreisel und den European Song Contest konnten die BecksBierBoys an die alten Erfolge nahtlos anknüpfen und sind nach wie vor gern gesehene Gäste bei den Prunksitzungen des RCV. Immer wieder ein Hit und auch in der neuen Besetzung oft gesungen: der Klassiker „Handy“, oft vom Publikum als Zugabe verlangt. Davon existiert sogar eine Übersetzung ins französische, die unter großem Beifall des überraschten Publikums bei der Jubiläumsveranstaltung des Freundschaftskreises Chevigny-St.-Sauveur / Bobenheim-Roxheim im September 2008 nahezu fehlerfrei vorgetragen wurde.

Ein Höhepunkt im Leben der BecksBierBoys war zweifellos das in 2009 durchgeführte Konzert zugunsten des Sozialvereins Kunterbunt. Am 28.11. boten die BBB in zwei mal 45 Minuten einen großen Teil des inzwischen weit über 30 Titel umfassende Repertoire dar. Der Abend unter dem Motto „Die BecksBierBoys – hautnah“ fand im kath. Pfarrheim St. Laurentius in Bobenheim statt. Ein Ende ist nicht abzusehen und wohl auch nicht erwünscht, geht man von den Reaktionen des Publikums aus. Immer wieder werden die BecksBierBoys gefeiert und nur nach Zugaben von der Bühne gelassen. Und die Truppe hat genügend Potential und Power für weitere 11 (?) Jahre. Schaun wir mal.

In der Tat haben die Aktivitäten der Jungs nicht nachgelassen. Nach dem erfolgreichen Konzert konzentrierte man sich zwar wieder auf Lieder und Texte für die Auftritte bei den Prunksitzungen, aber irgendwie war die Idee eines weiteren Konzertes nicht aus den Köpfen zu kriegen. Ein eigenes Musical? Ein Auftritt zusammen mit anderen Künstlern? Und zugunsten welcher Institution? Neue Texte wurden kreiert, neue Themen angepackt. Die Bürgermeisterwahl in 2013 war genauso einen eigenen Text wert wie immer neue Lobeshymnen auf den RCV, den Betriebshof und selbst die Kanzlerin Angela, das „Mädchen aus dem Osten“. Im Herbst 2012 war es dann soweit: Der Entschluss wurde gefasst, es sollte ein weiteres Konzert geben, die BecksBierBoys wollten zeigen, dass sie sich weiterentwickelt haben und immer noch mit Spaß und Freude auf der Bühne stehen. Für den 2. November 2013 wurde die Jahn-Halle gemietet, man war schließlich optimistisch, nach 150 Gästen beim ersten Konzert mindestens 100 mehr aktivieren zu können. Und gesungen werden sollte zusammen mit befreundeten Sängern zugunsten des Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen. Unter dem Motto „BecksBierBoys and friends“ ging es an die Arbeit. Elke Wunderle und Mike Lemke konnten als „friends“ gewonnen werden und erklärten sich bereit, wie die Boys selber ohne Gage aufzutreten. Licht und Ton wurden kostenlos von den Firmen Laser-Rox und Blue Case Eventtechnik übernommen, Getränke Wolff stellte die Tische, Blumenhaus Schärf Ochs die Blumen. Und es war ein stimmungsvoller, erfolgreicher, mit viel Beifall bedachter, grandioser Abend, den die BecksBierBoys und ihre Freunde ablieferten. Partystimmung ohne Ende bis 2 Uhr morgens ließ diesen Abend für manchen unvergesslich werden. Alte und neue Texte wurden präsentiert, Mike machte Stimmung, und Elke ließ ihre überragende Stimme erklingen. € 2600 konnten als Reinerlös aus diesem Abend an das Kinderhospiz in Dudenhofen übergeben werden. Und nach dem Konzert ist vor dem Konzert ??? Wer weiß … Vorerst geht die „normale“ Arbeit weiter. Und dann ? Schaun wir mal. 

Eigener Bericht im Amtsblatt:
Alle Register ihres Könnens zogen die BecksBierBoys bei ihrem Benefizkonzert zugunsten des Kinderhospiz „Sterntaler“ in Dudenhofen am vergangenen Samstag in der mit über 250 Besuchern gut gefüllten Jahn-Halle. Vor begeistertem Publikum wurden alte und neue Lieder und Texte von der „Durchgangsstrooß“ über die Verwaltungsreform bis hin zum neuen Bürgermeister Michael Müller präsentiert. Der zeigte sich sichtlich erfreut. „Noch nicht im Amt und schon ein eigenes Lied!“ Mit großem Erfolg bereicherten Mike Lemke und Elke Wunderle das Konzert. Beide wurden für ihre Gesangsdarbietungen mit stehenden Ovationen gefeiert. Überrascht und begeistert zeigte sich auch Beate Däuwel als Vertreterin des Kinderhospiz, die eigens aus Herxheim am Berg angereist war. „Eine tolle Veranstaltung mit einer ganz speziellen Atmosphäre, die ich so nicht erwartet hatte.“ Bürgermeister Manfred Gräf sprach seine Bewunderung für die mit der Idee und Planung dieser Veranstaltung gezeigte Eigeninitiative aus. „So kann man etwas auf die Beine stellen auch ohne kommunale Vorgaben.“ Einwandfreie Ton- und Lichtqualität waren das Ergebnis tagelanger Aufbauarbeiten der Firmen Blue-Case und Laser Rox, die ihr Engagement dankenswerterweise kostenlos in den Dienst der guten Sache stellten. Danke auch an Getränke Wolff, das Blumenhaus Schärf-Ochs und die Gemeindeverwaltung für ihre Unterstützung. Wie hoch genau der Reinerlös des Konzertes sein wird, steht noch nicht fest. Es dürfte sich nach ersten Schätzungen jedoch bei ca. 2500 € bewegen. Danke dafür an alle Besucher, die den geforderten Eintrittspreis von € 7,77 oft und großzügig aufgerundet haben.

 Nach langen Jahren bei den BecksBierBoys nahm Dirk Fellhauer 2015 seinen Abschied von der Gruppe. Durch sein musikalisches und technisches "know how" hat er massgeblich zum Erfolg der Jungs in den vergangenen Jahren beigetragen  und deshalb gebührt ihm deren Dank. Warum er gegangen ist?  Nun, er hat sich bei "de Määschderschuul vunn de Bauarweider" angemeldet und deshalb bleibt ihm zu wenig Zeit für den närrischen Gesang ... im Ernst, tatsächlich bewogen ihn eigene musikalische Projekte und die aktive Mitgliedschaft im sehr erfolgreichen "1. Frankenthaler Männerchor 03" innerhalb eines sich entwickelnden beruflichen Umfeldes zu diesem Schritt. Von Dirk Fellhauer und seiner Musik wird man sicher noch hören ...

An seine Stelle trat David Hällmeyer, der bei den Prunksitzungen 2016 erstmals als BecksBierBoy auf der Bühne stehen wird. Willkommen und viel Spaß und Erfolg mit Oliver, Thomas, Boris und HaPe!

 Nach 3 Auftritten bei den Prunkisitzungen und einem bei der Fastnachtskärch kann man sagen: Die Erfolgsstory geht weiter! David hat seine ersten Auftritte mit und bei den BecksBierBoys bravorös gemeistert. Mehr noch, er hat sogar den Posten eines Dirigenten, wenn er denn bei besonderen Songs notwendig ist, übernommen. Schon jetzt fiebern wir den nächsten Ideen entgegen. Mit Sicherheit werden die BBB auch 2017 bei den Prunksitzungen des RCV dabei sein ... und sogar ein 3. Benefizkonzert ist für das nächste Jahr geplant. Der Termin steht schon fest: 28.10.2017 in der Jahnhalle!

Vorher gab es aber den ersten außerkarnevalistischen Auftritt der Jungs beim "Tag der offenen Tür" der Freiwilligen Feuerwehr Bobenheim-Roxheim. Am 10. Juni 2017 zwischen 19 und 20 Uhr wurden ein paar Songs zum Besten gegeben bevor dann die "Mondays" das Zepter übernahmen. Wehrleiter Kai Neiheiser hatte die BBB spontan dazu eingeladen nachdem er bei der Schnookewoog "Am Altrhoi unn am Silwersee" gehört hatte. Wir freuten uns jedenfalls auch mal außerhalb der Sessionen auftreten zu können. Die speziell für die Feuerwehr neu getexteten Songs kamen gut an. Es war ein erfolgreicher Auftritt und er hat Spaß gemacht.

 

3. BENEFIZKONZERT DER BECKSBIERBOYS MIT GROSSARTIGEM ERGEBNIS

Alle Voraussetzungen für einen gelungenen Abend waren gegeben: Gut vorbereitete BecksBierBoys, ein stimmungsvolles Ambiente, weit über 200 erwartungsvolle Besucher und hochkarätige Gäste. Nach der Begrüßung durch den Präsidenten der "Altrhoischnooke" Michael Schmitt, der u.a. Bürgermeister Michael Müller sowie die Rektoren der beiden Grundschulen, Martin Lubojanski von der Pestalozzischule und Andreas Mock von der Rheinschule herzlich willkommen hieß, legten die 5 Jungs mit schwungvollen Melodien los. Die Stimmungswellen schlugen schon zu Beginn hoch und steigerten sich im Laufe des Abends zu kräftigen Wellenbrechern! Bekannte Themen wie die Wartezeiten beim Betriebshof, die immer noch fehlende Umgehungsstraße,  der Natur- und Lärmschutz wurden genau so thematisiert wie die große Politik in den USA, Russland und der Türkei. Urpfälzische Schimpfwörter sowie Loblieder auf Roxheim, den Althrein und den Silbersee durften neben dem Klassiker "Handy" natürlich auch nicht fehlen. Die BecksBierBoys zeigten sich flexibel und meisterten auch kleine Unzulänglich-

keiten wie plötzlich fehlende Notenständer mit Humor.

Zu Beifallsstürmen rissen auch die eingeladenen Freunde Stefan Scholz und David Hällmeyer hin, die als Duo "Horsch mol hi" nicht ohne Zugabe von der Bühne durften. Ein besonderes Highlight waren die von Elke Wunderle vorgetragenen Hits aus der großen Welt der Stars. Nach "I want allways love you" wollte der Applaus kein Ende nehmen.

Die beiden ortsansässigen Eventfirmen Blue Case Andy Reeg und LaserRox Dominik Freer sorgten unentgeltlich für den guten Ton und richtiges Licht, das Blumenhaus Schärf brachte frisches Grün in die Halle, die von der Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Die BecksBierBoys Oliver Eichhorn, Thomas Ringel, David Hällmeyer, Boris Koschmieder und HaPe Mathias bedankten sich dafür, was Bürgermeister Müller zum Anlass nahm, auch den 5 Sängern für ihr Engagement für die Grundschulen der Gemeinde zu danken.

Der Würfelclub Bobenheim-Roxheim hatte die Bewirtschaftung der Bar übernommen und trug durch seinen Einsatz mit einem erheblichen Betrag zum Gesamterlös bei, das nach ersten Schätzungen bei ca. 2300 € liegen dürfte, auch weil viele Besucher die geforderten 7,77 € großzügig aufrundeten.

Der endgültige Kassensturz erbrachte schließlich einen Gesamtbetrag in Höhe von 2.600 €, so dass sich jede Schule über 1.300 € freuen kann. Beide zeigten sich hocherfreut und bedankten sich nochmal bei den Ideengebern, den Organisatoren, den Sponsoren ... und natürlich bei den BecksBierBoys und ihren Freunden Elke Wunderle und "Horsch mol hi"!

 

Nach dem Konzert verließ Boris Koschmieder nach 17 Jahren die BecksBierBoys, um sich intensiv seinen beiden anderen Chören zu widmen. In all den Jahren hat er sich durch Fleiß, Zuverlässigkeit und einem ausdrucksvollen Bass ausgezeichnet, so dass sein Rücktritt mit Bedauern zur Kenntnis genommen wurde. Wir wünschen ihm viel Spaß und Erfolg bei seiner weiteren Gesangskarriere.